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Ein langer Weg für ein kleines Auto spot (alle Bilder dieser Seite sind sichtbar in den 472x324 Pixeln, durch ein einfaches Klicken.)

Alles beginnt damit, daß Gaston Reverchon - ein Waisenjunge aus dem Jura, 24 Jahre alt - und ein einfacher Metallarbeiter von der Franche-Comté Forge, mit einem Studentenausweis in der Tasche nach Paris kommen.  Sie sollen eine Ausbildung zum Feinblechformer bei Renault, und später bei Binder, einer erstklassigen den Werkstatt auf den Champs-Elysees, erhalten.  Dort wird Gaston später Teamleiter.  Diese Beförderung weckt in ihm auch den Wunsch sich selbständig zu machen, zusammen mit einem Handwerker und einem Lehrling.  Anfangs kommt vielleicht etwas Enttäuschung auf, denn man befindet sich in dem Zeitalter, wo die Autos aus der Welt der Einzelfertigung verschwinden und die industrielle Fertigung einsetzt.

19271927, Gaston verbringt seine Zeit damit, Fahrzeug-Karosserien und Beiwagen so bekannter Firmen wie Delage, Bentley, Rolls Royce und Delahaye wieder auf Vordermann zu bringen.  Dafür hat er sich eine Werkstatt von 20 m2 Fläche in Gentilly, einem Vorort von Paris, eingerichtet, gleich neben einer kleinen Villa, wo er selbst wohnt.
Eines Tages schickt Marcel Boussac, eine Kunde in Gaston’s kleiner Firma und ein Bewunderer seiner ausgezeichneten Fähigkeiten, wozu auch sein künstlerisches Talent gehört, seinen Chauffeur in die Werkstatt, um eine Reparatur ausführen zu lassen.  Dieser bringt Gaston auf die Idee, eine Karosserie aus Feinblech mit eigenen Kotflügeln, Kühler und Scheinwerfern zu entwerfen, die man dann auf Vergnügungsparks einsetzen könnte (dorthin hatte er seinen Arbeitgeber des öfteren gefahren und dann auf ihn gewartet).  Damit könnte man die sogenannten »Skooter Cars« (Holzbretter mit 2 Rädern, einem Sitz und einem Lenkrad) durch etwas ersetzen, das den Namen Auto eher verdient hätte.
Gaston setzt seine ganze Energie für diese Neuerung ein, und später für seine Idee eines stoß festen Autos aus Feinblech, das in einem avantgardistischen Stil vollkommen in Handarbeit gefertigt werden sollte, und in welchem Komfort ebenso wichtig sein sollte wie Innovation.
Zu diesem Zeitpunkt wird in der kleinen Werkstatt ein Auto pro Woche produziert.  Dafür werden 3 Arbeiter und Gaston’s Frau eingesetzt, die Ihre Kenntnisse aus der Haute Couture mit einbringt, und beim endgültigen Aussehen der Autos mitwirkt.

1943, Gaston’s Idee ist es, ein neues System einzuführen, ein Rundfahrt geschäft »Bobsleigh« genannt, ein art von Schlittenfahrt.  Die Gondeln werden von seinem Sohn Michel, der im Alter von 17 Jahren in die Firma kommt, aus Feinblech gefertigt.  Mehrere Jahre später tritt auch noch der jüngste Sohn Christian in die Firma ein.  Christian ist es, der verschiedene Jahre vor Kriegsende sein erstes Kinderkarussell fertigt.  Die Vergnügungsplätze beginnen schon, sich nach neuen Attraktionen umzusehen : und die beiden Reverchon-Söhne stellen sich darauf ein.

1944, 1944

1945, Dieses Jahr stellt den Beginn der Massenproduktion dar : zehn Arbeiter produzieren zwölf Autos pro Woche.
Es ist schon bald offensichtlich, daß die Werkstatt in Gentilly zu klein wird.

1946, 1946

19501950, wird ein vielversprechendes Modell aus Blech mit handgefertigten Radkappen entworfen.
Auf der Suche nach einem geeigneten Ort für die wachsenden Produktion stößt Gaston auf Samois in der Nähe von Fontainebleau, wo er in demselben Jahr eine neue Fabrik erstellen läßt.

19531953, Die Fabrik in Samois fängt an zu produzieren.  Hier werden die großen Fahrgeschäfte hergestellt (Rundfahrgeschäfte und Skooterhallen).  Es gibt dadurch mehr Raum in Gentilly für die Herstellung der neuen Fahrzeugen.
Ein Stahl-Untergestell erscheint und ersetzt das alte Holz-Untergestell.

1954, 1944

1956, 1956 1958, 1958

19601960, Die Karosserie aus Stahl wird nun aus Polyester gefertigt.  Der Initiator hierfür ist Michel, der gegen den Rat seines Vaters handelt, denn dieser kann sich nicht vorstellen, was man aus dieser Zellstoffpappe machen kann.
Der Motor wird verlegt, um das Zentrum der Schwerkraft niedriger zu legen, wodurch das Aussehen der Haube vorteilhafter gestaltet wird.  Einige Jahre später wird das Stahl Untergestell durch Polyester ersetzt.  Wie viele andere Fahrzeughersteller dieser Zeit wird man inspiriert von dem kurvenförmigen Design, das auf der anderen Seite des Atlantik gerade modern ist.

19621962, Chips und Chipkästen kommen auf.

1965196519661966
1968
1968

1969, Ein Feuer zerstört die Polyester-Werkstatt in Samois und muß von den Arbeitern selbst wieder aufgebaut werden.  Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, daß die Produktion schon wenige Monate später wieder aufgenommen werden kann.

1970, 1970

1971, Die Werkstatt in Gentilly wird komplett nach Samois verlegt.

1972, 1972

19741974, Mit dem Model Atlanta bringt Michel Reverchon einen neuen Stil ein, der in Frankreich und Europa gleichermaßen wie eine Revolution wirkt.  Dies liegt an der modernen Form der Karosserie, an den Kopstützen, der Lenkung und den Sitzen, die aus Polyurethan-Schaum hergestellt werden, was zu einer grösseren Sicherheit beiträgt.
In einem Zeitraum von fünf Jahren werden über 15.000 Fahrzeuge hergestellt.

Um diese Zeit kommt auch der erste Bedarf in den USA auf Speziell für diesen Markt wird ein neues System entwickelt : eine Stromabnahme ohne Stange, auch »Floor Pick-up« genannt.

Immer wieder werden Anstrengungen unternommen, um Komfort und Sicherheit der Fahrzeuge unter Berücksichtigung der neuesten technologischen Entwicklungen zu erhöhen.  Diese sind zwar nicht mehr so spektakulär wie in den 60er Jahren, aber dennoch zukunftsweisend :

  • Kontaktbürsten zwischen Untergestell und Fahrbahn,
  • Geringe Druckanforderung für das Gaspedal,
  • Metallic und deckfarben der karosserien einlackiert.
Die rasante Firmenentwicklung zeigt, daß Reverchon den Rest seines Berufszweiges schon längst weit hinter sich gelassen hat.  Dank des unermüdlichen Einsatzes werden Reverchon-Fahrzeuge in allen fünf Kontinenten verkauft.

1978, 1978 1981, 1981

1982, Gaston Reverchon stirbt im Alter von 81 Jahren, nur zwei Wochen später folgt ihm seine Frau.  Das ganze Leben lang galt sein Streben und sein Engagement denen, die nach ihm kommen sollten : seinem Team, aber auch seinen Kindern und Enkelkindern.

1984, 1984

1985, Diese Jahren stellen sich als besonders schwierig heraus, da Reverchon seine Bemühungen auf den Markt der Vergnügungsparks konzentriert, wo allmählich Konkurrenz aufkommt, sowohl in Europa, als auch in den USA und den Ländern des Mittle-Ostens.
Jedes Jahr verarbeiten 250 Mitarbeiter mehr als 1.500 Tonnen Material für Karussells und andere Attraktionen.
Die Fahrzeuge geraten etwas ins Hintertreffen, die Produktion liegt hier bei nicht mehr als 900 Stück pro Jahr.

    Der zukunft die fahrzeugen geht weiter :
  • Kupplungsfreier Motor,
  • Wartungsfreie Kugellager und Ritzel,
  • Halogen-Lampen,
  • Einlackiert gemischte fluoreszierende und metall Farben.

1986, 1986 1988, 1988

1990, Das Unternehmen wird in zwei getrennte Firmen aufgeteilt : eine ist zuständig für die Herstellung der Karussells und die andere für die Fahrzeuge.

  • Die erstere heißt nun Reverchon Industries und baut weiterhin großpolyestere Attraktionen, die vor allem in Vergnüngungsparks und auf Rummelplätzen zu sehen sind.
  • Die zweite heißt Gaston Reverchon International Design und schafft es, mit 50 Mitarbeitern 1.200 Fahrzeuge jährlich herzustellen.
    Michel Reverchon, der immer noch in der Werkstatt zu finden ist, gibt seinen Platz an seinen Sohn Philippe ab.

 

1992, 1992 1992

1997, Philippe’s Frau, Isabelle, die mit Michel zusammen mehrere Jahre lang gelernt hat, entwickelt ein neues Karosserie-Modell namens FURYO.  Die Aufträge, die hierfür eingehen, übertreffen all ihre Erwartungen.

Gaston Reverchon International Design und sein neues Team haben sich als Marktführer weltweit etabliert.  In diesem Jahr feiert man den 70. Jahrestag ihrer Skooterfahrzeuge, von denen bis Juni 100.000 Exemplare fertiggestellt wurden.

Die Strategie der gegenwärtigen Geschäftsleitung hat zu einer Verstärkung der Anstrengungen im Exportbereich geführt, wodurch eine gute Position auch im Hinblick auf die Zukunft erreicht werden konnte.

    Es Bedeutet daß :
  • ein Viertel aller der Produktion ist bestimmt für Deutschland,
  • ein Viertel aller der Produktion ist bestimmt für Asien,
  • ein Viertel aller der Produktion ist bestimmt für die USA, Spanien, Großbritannien und die Benelux-Staaten,
  • ein Viertel aller der Produktion ist bestimmt für Frankreich und den Rest der Welt.

Jede Woche werden etwa 50 Autos verladen und verschickt, und egal wo sie hingehen, sie werden die Herzen von Jung und Alt überall auf der Welt gleichermaßen höher schlagen lassen.  Genau das hatte sich ihr Schöpfer gewünscht, aber nicht zu glauben gewagt, als er vor 70 Jahren in seiner kleinen Werkstatt gane bescheiden sagte : »Ich habe einfach nur Glück, daß es funktionniert«.

Reverchon International Design, Was für eine Zukunft !
Die neuliche Entwicklung der Märkte USA und ASIE zwingt Reverchon International Design dazu, sich noch stärker an dem fernen Export zu beteiligen : neue Investitionen für die Prodktivität des Werkes in Samois und neue Infrastrukturen sind im Begriff, in diesem Jahr (1997) beendet zu werden.

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Groupe Gaston Reverchon International Design
121, route de Courbuisson — BP 07
77920 Samois — France
Tél. : +33 1 64 69 56 00 — Fax : +33 1 64 24 62 94